"es war an einem trüben ausgemergelten juni-tag, anno 1969, 
die güldene sonne ging hinter dampf und rauch spuckenden schornsteinen stillgelegter zechen unter, 
als ein neuer geist wie gewaltiger orgelklang 
in w&w´s graue zellen einlaß begehrte und fand."

Auch das 2. Poster hat eine Geschichte Bernd Witthueser (geb. 29.02.44 in Winterberg, Sauerland , gest. 04.08.2017 in Murci, Italien) (Guitarre, Mandoline, Gesang) und Walter Westrupp (geb. 12.02.46) in Krumbach/Schwaben (Guitarre, Harmonium, Trompete, Posaune, dicke Zing und Gesang) machten zunächst als "Bernd Witthüser Sing- & Spielgemeinschaft" zusammen Musik, schlossen sich im Juni 1969 zusammen und gründeten "W&W´s Pop-Cabaret" mit dem Ziel, ausschließlich mit deutschen Texten zu arbeiten.
Ab 1970 traten sie dann als
Witthüser & Westrupp ihren Erfolgszug durch Deutschlands Folk-Szene an, aber auch durch  Kirchen, Fernseh- und Radiostudios. Ihre Zusammenarbeit dauerte 5 Jahre und endete 2003 in Dill.
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Das erste Programm "Lieder von Nonnen, Toten und Vampiren" war ein makaber-lustiges Programm (sog. schwarzer Humor) mit Texten von Novalis, Heine, Baltus Brösel, Thomas Rother sowie eigenen Texten und eigener Musik, dargebracht mit diversesten akustischen Instrumenten. Ihre 1. LP. hieß wie das Programm "Lieder von  Nonnen, Toten und Vampiren" auf dem damals neu gegründeten Ohr-Label, eigenproduziert und im März 1970 veröffentlicht. Zu dieser Zeit arbeiteten W&W mit dem Hamburger Geiger Jens Nissen (siehe auch 1. Poster). Zum entsprechenden Kapitel im Online-Buch

klich hier für mehr  Infos über diese Produktion Für ihr zweites Werk "Trips und Träume", herrliche Reiseberichte und Landschaftsbeschreibungen, verpflichteten W&W die Musiker Bernd "Curny" Roland und Renee Zucker. Als "Zauberer" am Mischpult wurde Dieter Dierks gewonnen, und als Produzent agierte der Chef des Ohr-Labels Ohr Rolf-Ulrich Kaiser selbst, unterstützt von Gille Lettmann. Das gleichnamige Programm "T&T" war gespickt mit indischen Märchen und Geschichten von gemeinsamen Trips und Wanderungen durch wundersame Landschaften und wandte sich an "positiv" Ausgeflippte und Raucher. Zu dieser Zeit arbeitete W&W zeitweilig mit dem Essener Bratschisten Paul Pudel zusammen. Zum entsprechenden Kapitel im Online-Buch
klich hier für mehr  Infos über diese Produktion Die Texte des 3. W&W-Programms "Der Jesuspilz" basierten auf der Theorie von John Allegro, in der er darauf hinwies, daß die Bibel auch anders zu lesen sein könnte. Sein Buch vom "Geheimkult des heiligen Pilzes" war die Grundlage für diese Jesus-Oper. Die Uraufführung war in der ausverkauften Apostel-Kirche in Essen, wo beide Musiker konfimiert worden waren. Ca. 10 Fernsehteams und Journalisten aus ganz Deutschland waren anwesend und berichteten von diesem Spektakel. Auch die gleichzeitig erscheinende LP "Der Jesuspilz – Musik vom Evangelium" (3. Album), schwenkte ins Religiöse ab, von vielen Kritikern als Läuterung angesehen. Auftritte folgten in mehr als 100 Kirchen in Deutschland. Auf dieser Lp wurden u.a. Texte aus dem alten Testament (Lukas3, Vers 21 und Lukas 6, Vers 13) unter dem Motto "Erleuchtung und Berufung" ins Musikalische umgesetzt oder als "Bekenntnis" (Markus 4, Vers 26 bis 32) interpretiert. Aufgenommen wurde dieses Album wieder im Studio Dierks in Stommeln, im August 1971, der "Zaubermeister" garselbst am Mischpult, produziert von R.U. Kaiser und G. Lettmann, die auch auf der Liste der Gastmusiker zu finden waren. Zum entsprechenden Kapitel im Online-Buch
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In der Abgeschiedenheit des kleinen Hunsrückdorfes Dill bei Simmern erarbeiteten die beiden das Material für ihre 4.Lp, die sie ihrem Hausvermieter widmeten – "Bauer Plath". Diese LP erschien - übrigens wie auch der Vorgänger "Jesuspilz"  - im Vertrieb des Chemiegiganten BASF. Das gleichnamige Programm basierte auf deutschen und indischen Märchen, die größten Inspirationen erfuhren W&W durch Tolkiens "Herr der Ringe" und Castanedas Reiseberichte. Auch auf der Lp "Bauer Plath" liest sich die Gästeliste wie das "Who is Who" der damaligen "neuen deutschsprachigen" Musik, der sich die Labels OHR, PILZ und KOSMISCHE KURIERE verschrieben hatten: Da wirkten u.a. Jürgen Dollase von der Gruppe WALLENSTEIN an Vibraphon, Mellotron, Keyboards und Percussion mit, JERRY BERKERS (auch Wallenstein) zupft den Bass und TOMMY ENGEL (damals Bläck Föös) und Harals Grosskopf (Wallenstein) bedienten das Schlagzeug und Dieter Dierks avanciert zum "Sound-Großmeister" dieses Albums, das im Juni und Juli 1972 in seinem Studio eingespielt wurde.Zum entsprechenden Kapitel im Online-Buch

klich hier für mehr  Infos über diese Produktion Als Ende 1993 die Doppel-LP "Live 68-73" mit Konzertmitschnitten aus Freiburg und Koblenz erschien, hatten sich Witthueser & Westrupp bereits getrennt, und die LP erschien sozusagen als Nachruf. Hier sind Musikstücke aus allen 4 Programmen enthalten - also ein Querschnitt durch die ganze Schaffensperiode von W&W.
Jesuspilz live.jpg (20102 Byte) Die Jesuspilz Live-LP erschien 2018. Auf ihr ist eine Genralprobe - in Ausschnitten - festgehalten, die einige Tage vor der Welturaufführung stattfand. Die nicht sehr professionelle Aufnahme wurde digital überarbeitet und beinhaltet neben einigen Stücken aus der 1. LP auch zwei bis dato nicht veröffentlichte Lieder - "Der Satan" und "Das Vermächtnis des Meisters".

"Balladen und Chansons in deutscher Sprache auf eine unverwechselbare Art und Weise dazubieten. 
Steve Hamelink 

Bei rotem (Liebeslieder) oder grünem Licht (Vampirsongs) bzw. rot/grüner Beleuchtung (nicht einzuordnende Moritaten) boten sie eine Form der Unterhaltung, bei der dem Zuhörerer (meist) irgendwann klar wurde, daß die Idylle mit Fallen ausgelegt und nicht so harmlos war, wie sie auf den ersten Blick schien".  
Thomas Rother

life on stage for BRAVO - bravo.

W&W life on stage



wwlife.jpg (70980 Byte)
W& W life
in der Hmburger
Fabrik

 


w_gitar.jpg (7747 Byte)
The Guitarman

Highlights:In Berlin ständige Gastspiele in den einschlägigen Liedermacherkneipen zusammen u.a. mit Hannes Wader, Schobert & Black, Insterburg, Ulrich Roski, Reinhard Mey,
1-monatiges Sonder-Gastspiel bei den
Wühlmäusen in Berlin

Gastspiele im Mainzer Unterhaus und Göttinger Nörgelbuff (u.a. auch Weihnachtsfeier der Stadthalle Göttingen mit R. Mey u.a.)

Fernsehauftritte (Wartesaal Baden-Baden, Oki Doki, Forti five u.a.) u.a. mit Rolf Schwendter, Dieter Süverkrüp, Floh de Cologne, Checkpoint Charly, Franz Hohler, Horst Koch,

Permanente Radiopräsenz in den Hitparaden des SWF & WDR

Über Monate Platz 1 in der Hitliste der "St. Pauli-Nachrichten"  

Auftritte beim Waldeck-Festival u.a. mit Hans Dieter Hüsch, First Vienna Working Group, Degenhard uva.

3. Platz "Deutscher Musik Poll ´71" bei den inländischen Duos, hinter Adam & Eve sowie Cindy & Bert, aber noch vor Wyn & Andrea (!) und Ilan & Ilanit (!!)

Diverse Auftritte bei POP & BLUES-Festivals in Essen, Bremen, Frankfurt, Wuppertal, Godesberg, Münster und Insel Fehmarn  u.a. mit Moody Blues, Sly & the Family Stone, Savoy Brown, Procel Harum, Rod Steward, Ginger Bakers Air Force, Fotheringay, Inga Rumpf´s Frumpy, Exception, Golden Earing, Supertramp, Kraan, Tyrannosaurus Rex, Chiken Shak, Steamhammer, Birthcontrol, Jimmy Hendrix, Alexis Corner u.v.a.

Deutschland-Tournee mit Wallenstein

100-Kirchen-Tour mit der "Jesus-Pilz"-Oper

Zusammenarbeit bei Produktionen mit Ashra Temple, Klaus Schulze, Tangerin Dream, Hölderlin, Bröselmaschine, Emtidi, Wallenstein, Walter Wegmüller, Sergius Golowin.

Urlaub bei den Bärglütlis

Das Alles war 1973 zu Ende. 
Witthueser ging nach Berlin und anschließend nach Italien und trat zusammen mit dem Geiger Otto als Straßenmusikerduo "
Otto und Bäernelli" in ganz Europa auf.
Westrupp ging zurück nach Essen und gründete die
Walter h.c. Meier Pumpe.
Mit Comedy und Skiffle zog er mit seinen 5 Mitstreitern über 35 Jahre lang durch die BRD.