Witthüser & Westrupp - 68er nach Noten - RUK, das Sternenmädchen

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Was noch gesagt werden sollte


In stiller Nacht geht ganz allein
ein Teppichhändler durch eines Waldes Hain
er betritt eine Lichtung und hebt das Gesicht
und sieht seltsame Sterne in gleißendem Licht.
Auf der Wiese sieht er eine Blume steh´n
glitzernd und herrlich anzusehn
und er fasst diese Blume und bricht sie sacht
da öffnet sich ihm einer Höhle Schacht.

Er tritt in einen hellen, weiten Raum
mag nicht glauben, was seine Augen schaun
voller Silber, Gold und Edelsteinen
sieht er drei Grotten vor sich erscheinen.
Und er sieht sein Leben in Reichtum und Macht
ist geblendet von des Geschmeides Pracht
seine Zukunft erschein ihm gesichert und klar
ein neues Leben beginnt; das alte war!

Und wie er so steht und seinen Traum genießt
bemerkt er, wie sich das Tor langsam schließt;
da greift er, was er nur fassen kann
und springt heraus -

hinter ihm schließt sich die Höhle
mit dunklem Klang.
Er betrachtet den Reichtum in seiner Hand,
doch der zerfällt - und wird zu Sand
und er bemerkt, dass er das Schönste vergaß:
die Blume - den Schlüssel, den er besaß.

"Die Schlüsselblume" von der Witthüser & Westrupp-LP "Bauer Plath"


 • RUK & DAS STERNENMÄDCHENWAS BLEIBT

EIN BLICK ZURÜCK

Jahre haben wir W&W´s zusammen unser Ding durchgezogen: wir haben zusammen studiert, gesoffen, gestaunt, musiziert, komponiert, meditiert, geraucht, geschluckt, gelacht, gestritten, gelitten und unendlich viel Spaß gehabt und bereitet. Wir sind gefahren, abgefahren, geflippt und geflippt worden, haben erfunden und gefunden, haben uns treiben lassen, sind gegen den Strom geschwommen, haben uns nie verloren und viele Freunde gewonnen - wir haben gelebt und erlebt: 
wir haben „Musik“ gemacht
.

Wir haben Einblicke in eine andere verborgene Wirklichkeit genommen auf unseren "Reisen", wir blickten unter die Oberfläche, hörten in uns hinein, durchlebten Himmel und Hölle, beschäftigten uns mit vielen seltsamen Dingen und geheimnisvollen Berichten, durchlebten inspirierende Begegnungen mit uns selbst und verarbeiteten bewusstseinserweiternde Erlebnisse in Gesprächen mit anderen „Reisenden“, die von ähnlichen tiefgreifenden Erfahrungen berichteten: vieles davon haben wir in unsere Texte gepackt: für die Wissenden Bestätigung, für den Rest einfach schöne Lieder.... 

Im Nachhinein wird mir überdeutlich klar, dass wir solche Texte und solche Musik niemals in der Stadt hätten schreiben und spielen können. Wenn ich auf der „Lorelei" saß, dann war ich real in der Welt, die wir in unseren Liedern besangen: zauberhaft, märchenhaft, abseits aller Hektik, über aller Oberflächlichkeit und Belanglosigkeit. Durch die Konzentration auf "unser Ding" war diese Performance, diese Symbiose von fast religiösen Texten und märchenhafter Musik überhaupt möglich geworden: Mönche der Musik. 

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nd dennoch: Bei den gelegentlichen Abstechern in die "normale" Welt (nach Essen) stellten wir fest, dass unser Abstand zu den alltäglichen Dingen, zu unseren alten Freunden, unseren Familien immer größer wurde. Unsere Plattenfirma, unsere Produzenten, unsere Berater hatten uns - und wollten uns natürlich - immer weiter abkapseln, auf Kurs halten. „Unsere Welt“ mit all diesen existenziellen Erfahrungen, mit tollen Bekanntschaften war grenzenlos toll und erfüllend. Doch verdammt: ewig lockt das Weib, lockt das Leben, das Flippen, das neue Alte, das Gewohnte und Vertraute. Der Vogel, der im Käfig sitzt – und sei dieser noch so schön eingerichtet - möchte raus: möchte frei sein. Wir waren – trotz allem - Großstadtkinder geblieben mit unseren Wurzel eben dort: bei unseren alten Freunden, unseren Kneipen, Kinos, Kultur, MÄDELS, Neon, Geschäften: bei dem pulsierenden Leben. Sollten wir das alles vergessen und hinter uns lassen – der Abstand dorthin wurde immer größer, und schlussendlich hätten wir uns nur noch mit einigen wenigen „Weisen“ unterhalten können. Wir hatten ja kein Gelübde abgelegt, keine ewige Askese geschworen: die Mauern waren zum Glück durchlässig.



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RUK & DAS STERNENMÄDCHEN

einen Weg ist unser Produzent Rolf Ulrich Kaiser (kurz RUK genannt) zusammen mit seiner Partnerin konsequent weiter gegangen: abgehoben mit Timothy Leary und anderen Ko(s)mischen Kurieren, mit ganz viel von seinem sagenumwobenen "Kaisers Kaffee" und mit der einen oder anderen Dosis zu viel - und irgendwann dann ohne jeglichen Bezug mehr zur Realität. 

Er hatte Visionen - aber kaum jemand konnte oder wollte ihm am Ende noch folgen, und so lebte er letztlich verarmt, (fast) vergessen und unter Verfolgungswahn leidend als "Mr. Null" zusammen mit seiner "Muse" Gille Lettmann, dem "Sternenmädchen", in seiner ureigenen kosmischen Welt irgendwo in einer Mietwohnung in der Nähe einer großen deutschen Brauerei am Möhnesee. Aber auch da musste er weichen (weltliche Vermieter wollen nun mal echte € sehen), und hauste eine Zeit lang in einer Klosterzelle (war da nicht mal was mit einem Mönch?...) ...Und: er lebt (Stand 11.2019) immer noch - auch wenn das viele nicht glauben wollen. Da ward er gesehen als seniler "Herr Cristallis" in Begleitung einer verrückten alten Dame... Dass RUK und seine Muse ausgeflippt sind - naja, da sind sie nicht die Ersten und Einzigen aus dieser teilweise irren und wahnsinnigen Musik-Szene.
Kaiser hat tolle Sachen geformt, performt und durchgezogen. Für uns war er nicht nur unser Produzent - er war Motivator, Manager, Künstlerbetreuer, Pressemann: alles in Einem. Und er war - zumindest aus meiner Zeit kann ich das sagen - immer fair. Viele seiner Musiker von damals schimpfen heute auf ihn - sind sauer, fühlten sich betrogen und ausgebeutet und haben gegen ihn prozessiert. Okay - wir hatten alle keine Super-Verträge. Aber wer hätte uns und vielen anderen damals überhaupt einen Plattenvertrag gegeben. Viele Bands (da schließe ich W&W mit ein) wären doch aus ihrem lokalen Umfeld gar nicht raus gekommen, wäre RUK nicht gewesen. In seinem Windschatten sind viele Gruppen erst hochgespült worden - all das sollte bei einer Bewertung nicht unterschlagen werden. Zudem kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ich hinterher von anderen Seiten wirklich professionell beschissen worden bin.

Seit den 2010er-Jahren wird die "Krautrockzeit" in diversen Fernsehsendungen und in Büchern aufgearbeitet - dabei wird die Rolle von RUK oftmals unterschlagen oder falsch ausgelegt. Erst in letzter Zeit - vor allem zu seinem 75 Geburtstag im Jahre 2018  - erscheinen auch gut recherchierte und sachgerechte Bewertungen seiner Tätigkeiten - ob als Publizist oder als Produzent - in Presse, Büchern und TV-Berichten : vielleicht auch irgendwann mal eine ehrliche Würdigung des "Menschen Kaiser"? (Einiges davon ist auf der W&W-Homepage verlinkt - einfach mal rein klicken)

iesen seinen "Kaiserweg" wollen (und können) wir nicht mitgehen – wir beenden unsere „Reise in eine andere Wirklichkeit“ und treten den Rückweg an: Bernhard geht zunächst nach Berlin, reist dann um die Welt und bleibt schließlich in Italien hängen - und mich zieht es zurück nach Essen.

In der oben beschriebenen Sturm- und Drangzeit habe ich nur meinen eigenen kleinen Rucksack zu tragen gehabt, war nur mir selbst Rechenschaft schuldig: ich konnte tun und lassen, was ich wollte. Mit dem Ende der W&W-Zeit ändert sich nach und nach mein Umfeld: Frau, Familie, Kind - und damit verbunden wirtschaftliche Zwänge - der Beruf kommt dazu, diese (alltägliche) Müh(l)e... Die Musik aber, egal ob mit der Walter h.c. Meier Pumpe (über 30 Jahre), mit den Masters of Ukulele, dem Jugband-Projekt oder auch als "1 Mann Skiffel Kapelle": sie bleibt ein wichtiger Teil meines Lebens.  
Ich sagte einst: "Habe einen Sohn gezeugt, ein Haus gebaut, einen Baum gepflanzt: nun kann ich mich zur Ruhe setzen" - also bin ich "Rentner" geworden (dieser Satz ist mir im Mund so umgedreht worden, als hätte ich damit sagen wollen, dass mein "Werk" damit vollendet sei). Mitnichten - mit der Ruhe ist mal gar nix, denn im Klartext heißt das ja: ich bin endlich wieder Herr meiner Zeit, ein "freies" Leben ohne berufliche und finanzielle Abhängigkeiten fängt jetzt erst mal so richtig an mit Familie, Freunden, Musik, Computer, Haus, Garten, Hunden, Katzen, Fotografie, Sport, Kino, Flipper, Darts, Boule...Alles, was irgendwann unvollendet auf der Strecke geblieben ist, wird hervorgekramt und kann endlich verwirklicht und abgeschlossen werden. Den bekanntesten aller Rentnersprüche "Hab´ keine Zeit" - jetzt kann ich ihn verstehen: hab auch viel zu wenig davon, benötige aber für alles mittlerweile auch etwas mehr davon als früher...

...und bin immer noch ICH: hab mich nie verbogen, hab mich nicht verbiegen lassen. Manche Ziele habe ich im Laufe der Zeit neu gesteckt, erweitert, andere suche ich immer noch... Hab´ keine Kumpel  beschissen, niemanden über den Tisch gezogen oder gemobbt, bin nie jemandem in den Rücken gefallen und kann daher auch heute in den Spiegel gucken, ohne kotzen zu müssen...


1973 mit Hunrück-Hund Rudi in meinem Boutique-Domizil DABBELJU in der Gutenbergstraße in Essen

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WAS BLEIBT

ilde Jahre waren das. Ich habe sie Gott sei Dank unbeschadet überstanden. Ich habe mich in dieser Zeit ausgetobt, bin gegen den Strom geschwommen, habe Neuland betreten und existenzielle Erfahrungen mitnehmen können. Meiner Mutter wurde damals von Freunden und Bekannten nahe gelegt, sie solle sich von mir lossagen: "so ein Kind hat euch nicht verdient!"... Meine Familie hat zwar nie so ganz verstanden, was ich da teilweise produzierte – ich war sowas wie das "graue Schaf" der Family - aber sie hat sich interessiert, mich nie fallen lassen. Ich bin meinen Eltern heute noch dankbar: moralische und ethische Werte sind mir vorgelebt worden, die habe ich quasi mit der Muttermilch eingesogen und die konnte ich – egal wo ich war und was ich durchlebte – nicht ablegen. Bestimmte Grenzen habe ich nie überschreiten können. Ich blieb bodenständig, hatte immer ein „zuhause“, wohin ich mich zurückziehen, wo ich mich wieder sammeln, wo ich lesen und Musik hören und malen, wo ich reflektierend „ich selbst“ sein konnte - für mich ungeheuer wichtig. Einige „gute“ Jungs verloren sich, flippten aus, bekamen den Spagat zwischen den „Welten“ nicht mehr hin. Das war letztendlich auch das Ende von W&W: wir bewegten uns in einem elitären Kreis, und sehr viele unserer Freunde und Fans verstanden nicht mehr, was wir eigentlich (aus)sagen wollten. Existenzielle Erfahrungen erlebst Du nur für Dich selbst, die kannst du nicht weitergeben. Du kannst davon erzählen, aber wer sie selber nicht verinnerlicht hat, wird und kann dich nicht verstehen. 
Rückblickend stelle ich fest: es war eine tolle  Zeit, die mich geprägt und mir unendlich viel gegeben hat durch Begegnungen mit Menschen, mit Idealen, mit Visionen. Wenn sich auch einiges im Laufe der Jahrzehnte abgeschliffen hat – diese Zeit ist immer noch in mir: ich möchte keine Sekunde davon missen

 nser musikalisches Wirken blieb auch für die Entwicklung der Essener Musik-Szene nicht ohne Wirkung: aus der Skiffle- und Beat-Zeit kamen wir, und in und aus und neben unserem "Dunst'"-Kreis entwickelt sich Neues, wie unser Freund Frank Baier, der unseren musikalischen Werdegang von Beginn an hautnah verfolgen konnte, in dem Buch "Folk- und Liedermacher an Rhein und Ruhr - Musikland NRW" anhand eines Essener-Szene-Netzes anschaulich aufzeigt:

 
...mit freundlicher Genehmigung von Frank himself

Auch in seinem ziegelsteingroßen und -schweren Werk "Liederbuch Ruhr - Lieder und Lexikon" beschreibt er unser musikalisches Leben. Und...

und mmer wieder holt mich diese W&W-Zeit ein: 

1981 meldet sich ein Bernhard Mikulski telefonisch und bittet um einen Termin, da er etwas mit mir zu besprechen hat. Er taucht mit seiner Frau Christa in seinem amerikanischen Schlitten bei mir auf und erklärt, dass er die W&W-LPs neu auflegen will. Er besitzt damals einen Plattenvertrieb und hatte seinen Außendienstmitarbeitern aufgetragen, gezielt nach Musik zu fragen, die in den Plattenläden nicht mehr zu bekommen ist. So stößt er auf die Ohr- und Pilz-Produktionen und auf W&W. Rechtliche Fragen bräuchten mich nicht zu interessieren – das würde er alles regeln und evtl. Forderungen der Altherausgeber (die eben seit Jahren eine immer noch bestehende Nachfrage nicht befriedigen wollten) selbst übernehmen. Eine Zusage von Bernhard Witthüser hat er schon – und meine bekommt er natürlich auch. Unsere Lieder – fast im Original-Look - tauchen somit bald wieder im einschlägigen Fachhandel auf und werden dankend gekauft, während im Hintergrund ein langer Rechtsstreit tobt, der mich aber nicht weiter tangiert. In den nächsten Jahren verkauft er weit über 100.000 W&W-LPs - wer hätte sich das in seinen kühnsten Träumen bei der Erstauflage ausmalen können... Bernhard Mikulski, seiner Frau Christa und ihrer Fa. ZYX-Records ist es also zu verdanken, dass es die W&W–Musik gibt –  mittlerweile auch auf CD und in den Streamingportalen: dafür an dieser Stelle (an B. posthum) ein großes Dankeschön.

Mitte der 1980er schenkt mir meine Gattin eine "Reise in die Vergangenheit" nach Dill und wir verbringen ein wunderschönes Wochenende bei Familie Plath

1989 gibt es noch mal ein unverhofftes Wiedersehen mit Werner "Bauer" Plath, der anlässlich meiner 1. Bilderausstellung in Essen - als Ehrengast von Doc Remy eingeladen - überraschend auftaucht und mit seiner Zigarre und seinem Schwiegersohn  das i-Tüpfelchen bei diesem Event darstellt.

Im Februar 2003 - quasi als Geburtstagsgeschenk - bringt Bernd und mich der 60. Geburtstag unseres gemeinsamen Freundes „Mr. Ruhrgebiet" Frank Baier, der am selben Tag wie ich Geburtstag hat, zu unserer beider Überraschung wieder zusammen. In Duisburg auf Franks großer Geburtstagsfeier treffen wir uns nach fast 13 Jahren wieder - und ich hab ihn fast nicht wieder erkannt - gut sieht er aus.

 

So ist das zum Glück mit Totgesagten, wenn sie tatsächlich wieder auftauchen (was in diesem Fall auf einem Gerücht beruht, das wiederum auf eine Verwechselung zurückzuführen ist: gestorben war Bernhard Mikulski und nicht Bernhard Witthüser). Das mit Bernhard M. tut uns beiden leid, das mit Bernhard W. tut gut.
  ... und - wer hätte das je für möglich gehalten - musizieren wir nach über 30 Jahren noch einmal zusammen: zwar keine W&W-Titel, aber einige alte Skiffle-Songs geben wir mit Ukulelen und Mandoline zum Besten. Wir haben viel Spaß, das Publikum erst recht, schwelgen in Erinnerungen und stellen übereinstimmend fest: HURRA, wir leben noch... 

... bis zum 07. August 2017: da erreicht mich die Nachricht, das Bernd am 04.08.17 in Italien im Alter von 73 Jahren gestorben ist. SCHEISSE.
Am Donnerstag den 28.09.17 findet in der Apostelkirche zu Essen "in memoriam Bernd Witthüser" statt. 

Alte Weggefährten, FreundInnen und  Musikerkollegen erinnern mit Beiträgen, Fotos und in Gesprächen an einen der Ihren, der schon mal vorgegangen ist.     

2004 tauchen (wie im TEHOMA-Kapitel beschrieben) alte Filmaufnahmen aus der Versenkung auf, zudem bekomme ich Filmmaterial mit W&W-Aufnahmen auf Video-Kassetten - die Idee einer DVD reift in mir - und prompt melden sich bei der Andeutung einer W&W-DVD Freunde unserer Musik aus ganz Europa - und es sind nicht nur ein paar alte nostalgische Säcke, die in der Vergangenheit leben...

Die "Krautrock"-Ära (!?)" wird seit Beginn der 2000 Jahre aufgearbeitet - im Ausland ist das schon viel früher geschehen. Die beteiligten Musiker und Gruppen dieser Zeit finden endlich die Beachtung, die sie verdienen: in Büchern (Liederbuch Ruhr, Menschen und Projekte in Essen, Zappa Zoff und Zwischentöne, Aufgewachsen in Essen, Folk und Liedermacher an Rhein und Ruhr, der Klang der Revolte...), in Sondereditionen (z.B. beim German Rock e.V.) in div. Radiosendungen und im deutschen Fernsehen (Kraut & Rüben, Roboter essen kein Sauerkraut, Kopfüber in die 60er, Schwarzes Gold - Musik im Ruhrgebiet...), auf diversen Samplern - und auch im Rocknpopmuseum in Gronau sind die deutschen Krautrocker zu finden...

uf meiner 50-Jahre-Musiker-Jubiläums-Tour, die ich nun schon seit über 20 Jahren durchziehe, habe ich sehr viele nette Menschen getroffen und kennen gelernt, die mit den Original-W&W-LPs, mit Original-W&W-CDs und sogar der W&W-DVD zu den Konzerten kommen, um diese signieren zu lassen: vergessen sind W&W nicht. Und wenn em@ils herein schneien (einige habe ich hier zusammengetragen ) mit der Frage nach Noten und Songtexten - teilweise auch von jungen Menschen - dann weiß ich: es besteht auch heute nach wie vor Interesse an unserer Musik und diesen alten Geschichten. Wieder andere rufen an und wollen einfach nur quatschen über gemeinsame alte Zeiten oder ihre persönlichen Erlebnisse zu jener Zeit... 
Mehr Infos über W&W findet ihr auf unseren websites, bei wikipedia©, YOUTUBE© und bei facebook© - dort gibt es auch eine mehr oder weniger aktive Witthüser & Westrupp-Gruppe: googelt Euch durch...

eugen, die diese Zeit vor nunmehr 50 Jahren mit gelebt haben, werden allerorten gesucht, und daher geben sich 2018 Radio- u. Fernsehteams bei mir die Klinke in die Hand. Nach dem Ableben von Bernd 2017 ist das Interesse an W&W naturgemäß noch einmal merklich angestiegen. Ich arbeite mit diesem Buch die W&W-Zeit auf, in Italien ist es Serena Gallela, die in einem Filmprojekt über Bernd "Barnelli" Witthüser arbeitet, das auch den (W&W) Abschnitt seines musikalischen Schaffens zeigen soll, aber natürlich in erster Linie die über 40 Jahre währende Italien-Karriere von Bernd zum Thema hat (einen Trailer zu diesem Projekt findest Du unter dem Bild). 
  
Vor einigen Jahren habe ich eine 5-Stunden-Lesung meines Buches inkl. Vorführung der W&W-DVD "Als wäre es gestern gewesen" in Planung genommen (zzgl. zweier halbstündiger Pausen) - quasi als Fingerprint des damaligen Zeitgeistes. Diese Idee ist - nicht zuletzt wg. der Länge des Ganzen- im Manuskriptstadium auf der Festplatte der Vergessenheit gelandet. Aber dann werde ich genau auf so eine "multimediale Lesung" angesprochen. Nun erwäge ich einen extrem gekürzten (1 1/2-stündigen) multimedialen Streifzug durch die wilde Zeit vor 50 Jahren in Wort, Bild und Ton: das wäre der ideale Stoff für Bibliotheken, VHS, Schulen, Jugendzentren etc.: ein Zeitzeuge berichtet über (noch nicht ganz) Vergessenes.(?!)
 
Den obligatorischen Flyer habe ich vorsorglich schon mal in Auftrag gegeben - ein paar Tests habe ich (um die ganze Technik auszuprobieren und zu erlernen) auch absolviert, dabei soll es zunächst bleiben - ..."schaun wir mal", wie Kaiser Franz zu sagen pflegt.

eber 50 Jahre sind vergangen - und es geht immer weiter: ein historischer Live-Mitschnitt aus dem Jahre 1971 von der Generalprobe des Jesuspilz wird neu herausgebracht, "silberne" Jubiläen wie das Fehmarn-Festival und das III. Essener Pop & Blues Festival, die Welturaufführung der "Jesus-Oper" werden gefeiert oder stehen an, anlässlich meines 75. sendet der WDR eine Reminiszenz an W&W...

War ja auch ganz nett damals.
In diesem Sinne

Glück Auf

Walter Westrupp

 

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68er nach Noten - Kapitel 13: Nachwort
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, letztmalig geändert März 2021