Text aus der Einladung zur Vernissage von
WALTER
TRAFFIZIÖSE INSPIRATIONEN
Eröffnung Sonntag 26. November 1989
in der Praxis von Dr. Jürgen Remy

Was treibt einen bisher "extrovertierten" musiker dazu, in der stille seines studios aus altem spielzeug bilder und objekte zu schaffen? Wie tief muß in die psyche des menschen eingedrungen werden, um an den kern dieser entwicklung zu gelangen?

Altlasten der seele - unverarbeitete traumatische kindheiterinnerungen. Nachkriegszeit - platzmangel: wohin mit den dingen, die man liebgewonnen hat? Man trennt sich irgendwann von ihnen; aber man vergißt sie nicht.

Letztendlich im reifen mannesalter wird die bewältigung dieses komlexes versucht und verwirklicht. Die brilliant einfache lösung ist das vertikale stapeln von subjektiven, aufgearbeiteten erinnerungen.

Tiefen einblick in sein ICH lässt der künstler durch die art der gestaltung seiner werke zu. Wir finden eine art fanatische funktionelle liebe zum objekt: flugzeuge, schiffe, autos, bahnen - grafische bewegungstudien als vertikalobjekte geben ein gefühl von ausgeprägtem, selbst im chaos noch sichbaren ordnungssinn.

Evolution, momente ablaufender aktionen, ruhe in der bewegung, kraft in der ruhe drücken die bilder in aufdringlicher einfachheit aus. Im trend liegt der verzicht auf schreiende colorierung. Dezentes "ralley glanz schwarz" (ausdruck tiefer trauer) und leuchtendes "felgensilber" (hoffnungsschimmer) reicht als "farb"-palette für diese schaffensperiode voll aus: schatten der vergangenheit im outfit der stummfilmzeit.

Rote farbtupfer fallen aus dem rahmen. Das herzeblut des künstlers oder ausdruck ungebrochener, naiver freude am
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