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Ihr wisst doch: wenn ein Mensch Samen auf´s Land wirft,
so geht er auf und bringt Frucht zu seiner Zeit.
So auch der Brösel.
Wenn ihr ihn nehmt, so geht er auf
und wird größer als alle Dinge unter dem Himmel:
und er lässt aufgehen das klare Licht..

Viele haben begehrt zu sehen, was ihr seht - und haben es nicht gesehen
und viele haben begehrt zu hören, was ihr hört - und haben es nicht gehört...

...und deshalb; hütet den Brösel und ziehet hin
ziehet hin in Liebe
und der Brösel sei mit Euch

Teil II aus "Versammlung" von der Witthüser & Westrupp-LP "Der Jesuspilz"  


Interne Mitwirkende
Personen aus dem Dunstkreis von W&W, 
entweder auf der Bühne des Podiums (Szene - Kneipe in Essen) oder aus der Dachgeschoss-Ära der Viehoferstraße 25 (ohne Gewähr auf Vollständigkeit):

• Volker Bargatzki, Essener Grafiker, der zusammen mit dem Fotografen Frithjof Hirdes unsere ersten beiden Poster entwarf

Frank Baier, Ukulelist der legendären Saints Ramblers aus Essen, der uns immer dann besuchte, wenn er abschalten und auftanken musste, der in die Walter h.c. Meier Pumpe einstieg und mit seinem Spitznamen "die Pumpe" für den endgültigen Namen der WhcMP sorgte, mit dem ich zusammen als Liedermacherduo "BaierWestrupP" sozialelektronische Lieder spielte und der zur Zeit als „Mr. Ruhrgebiet" eine lockere Zusammenarbeit mit mir und Heri von der WhcMP das Projekt "Masters of Ukulele" betreibt und der sich in div. Büchern (u.a. mit seinem Liederlexikon Ruhr) verewigt hat und für all das mit der Mercator-Ehren-Nadel der Stadt Duisburg ausgezeichnet wurde

Paul Bussard (Künstlername), Waldorfschüler, der alte Streichinstrumente und alte Motorräder liebte und eine Zeitlang  W&W mit seiner Gambe begleitete

Ulrike Buthe, die Gute mit der tiefen Stimme, die ich leider nur mit meinen Kartoffelschälkünsten, exquisiten Salatdesigns und selbstgedrehten Frikadellen beeindrucken konnte

• Flipper, der Freund aller Kinder - also auch unserer, dem wir einen unserer wahnsinnigen Smash-Hits gewidmet haben

Franz de Byl, der im Podium mit seiner in einen Parka gewickelten Gitarre erschien und uns mit seinem wahnwitzigen Spiel fast dazu brachte, unsere Gitarren zu verbrennen

Jürgen Hainke, der uns so gar nicht ab konnte und uns in der NRZ jedes Mal gnadenlos verriss

Frithjof Hirdes, der Fotograf unserer beiden wunderbaren Poster

Stefan Gogolka, der seinen Hund mit Zungenschlag küsste (eher bekommt der Hund Würmer von mir als ich von ihm) und im Restaurant die Blumen vom Tisch aufaß und das Blumenwasser trank, wenn der Kellner nicht schnell genug kam - und der heute Hühner züchtet

"Langfinger" Helmut Henning, Wirt im Podium, jetzt "Landsknecht" und Darsteller in TEHOMA-Sequenz "Pokerrunde"

• Hermann, Kumpel mit dem besten Shit, der mit uns in der Schweiz bei den Berglütlis war und die trippigsten Bongos spielen konnte und mir Hund Rudi aus Dill mit nach Essen brachte  

Horst Horriar, (+ 2008) besser bekannt unter seinem Künstlernamen "Monsieur Hulot", der damals unsere Filmprojekte verwirklichte und nun nach mehr als 35 Jahren Filmschnipsel des Teebeutelhochheb-Filmes und des Konzertes für Solo-Kaffeemühle in seinem Keller entdeckte und mir digitalisiert zur Verfügung stellte

Hans Peter Hüster, Filmvorführer im Jugendzentrum, dann eigener Filmtheaterbesitzer der GALERIE CINEMA, wo ich mir ca. 20x die wohl letzte existierende Kopie von "Joe Cocker, the mad dogs & the englisch men" reingezogen habe und wo seit 40 Jahren "Harold & Maude läuft. Jean Piere, wie er genannt wird, ist heute Betreiber einer Kinokette, zu der auch Deutschland größtes Kino, die Lichtburg, gehört: da kann man mal sehen

Ute Jonetat, genannt Skiffle-Ute, die mehr durch Zufall in die W&W Geschichte geriet, weil der Übergang von den Night-Revellers zur Podium-Zeit ziemlich fliessend war. Ihr (& ihrem Vater) verdanke ich altes Video-Material- auch aus dem Podium...
...und nun bestrickt sie Bäume

Katanga, der Mann, der mit dem großen Messer in der Tiefgarage den Shit teilte (das Rauschgiftdezernat hat schöne Fotos von ihm)

Karlchen, unser kleiner schwarzer Hund, der uns bei unseren Auftritten auf der Bühne beistand, dem wir im gleichnamige Lied auf T & T ein Denkmal gesetzt haben und der uns im Bielefelder "Bunker Ulmenwall" unwiderruflich verließ, weil irgend ein Blödmann die Türe nicht richtig zugemacht hat

Martin "Kippi" Kippenberger (+), Künstler & Aktionist, der die tollste,geilste,  riesigste und abgefahrenste Fete der damaligen Zeit in Essen veranstaltete

Willi Kissmer, Rock-Gitarrist der Duisburger Bröselmaschine, der es letztendlich mit seiner Malerei zu Ruhm und Ehre gebracht hat

Alfred Klimpel, Gewerkschafter, der Giradet stilllegen konnte, wenn er es denn wollte, der in der Viehofer Str. unter uns wohnte und der jetzt in Weinen rumpanscht

• Günter Knopp, Nachfolger von Graf v. Schmettow als Leiter des JZ Essen, der uns genauso unterstützte wie sein Vorgänger

Horst Koch, (t 2009) Liedermacher aus Berlin, einer der größten Sprücheklopfer vor dem Herrn und ungekrönter Knobelkönig, wenn´s um Pernod ging  - denn gut saufen konnte er auch

Kuno, Mitbewohner in der Viehofer Str., der mir nachts immer seine Hühnerknochen vom Wienerwald vor die Wohnungstür legte, in die ich dann mit nackten Füssen rein trat -  und der jetzt von Bonn aus Fahrradtouren durch Irland organisiert

Willi Lange, der in Selbsttests die Wirkung von Stechapfel und Eibe auslotete, bei der Post mit 35? kaputtgeschrieben wurde und Chauffeur von Helge Schneider wurde

Monika „Bimbo" Linnebank, mit der ich einige Zeit liiert war und die mir dann von Bernhard weggeheiratet wurde - was mich schwer getroffen hatte, und die ich bei einem Essener-Songtage-Rückblick nach langer Zeit wieder traf

• Egon Mai, Gastwirt des City-Clubs, wo alles anfing, und später Chef des Podiums in Essen, der mit seinem tollen Konzept "jeden Tag Live.Musik" leider baden ging

Pedro Meurer, der Beamte, der für ein Leben in der Szene seine Pension aufgab, der unser Plakat (zusammen mit Postershop-Ecki) ohne Genehmigung als Poster rausbrachte und damit zum ersten Mal in seinem Leben so richtig Knete machte

Jens Nissen, der beim Motorradfahren Kopf und Kragen riskierte und bei dem wir nie wussten, ob er beim nächsten Auftritt zumindest die Geige halten und spielen konnte

• RAMSES, Urgestein und Pianist mit dem besten Abi Essens, mit Nyltesthemd und Hosenträgern nie zu verwechseln, der so gerne 200 Kubikzentimeter Gerstenkaltschale trank und uns mit seinem "Chicago" schier zur Raserei brachte

• Bernd "Curny" Roland, der vor einer leeren Todesanzeige weglief und bei W&W mit seinem Bass dabei war, alle Theken Essens angepinkelt hat und nun schon seit Jahrzehnten Tango-Kaschemmer auf Formentera ist

Thomas Rother, Freund, Autor, Texter (lass uns auf die Reise geh´n, das Karakulschaf etc.), Förderer bei der WAZ, jetzt Künstler in Großholzbearbeitung und letzter Hüter der Zollverein-Zeche-Tradition in seinem Maschinenhaus-Atelier auf Schacht 1/2/8

Bärbel Saß, Geliebte und Kamerad, mit der man nächtelang diskutieren konnte und nie zum Ende kam und die heute Rechte verdreht

• Achim Schagen, Fotograf, der uns für ein Reportage als Beleuchter mit nach Nepal nehmen wollte (klappte leider nicht?!), der dann Wirt des Fährschips in Essen-Werden wurde und mir das letzte existierende 2. W&W-Poster großzügig überließ

Peter Schlingmann, Lederver- & -bearbeiter und auch 2017 noch aktiv, dessen Gürtel ich heute (nach 50 Jahren!) noch gerne trage, weil sie zeitlos und unkaputtbar sind

Bernhard Graf von Schmettow, (+2012) damaliger Leiter des Jugendzentrums Essen, der (nicht nur uns) Räume und Freiheiten gab, so dass wir uns verwirklichen konnten in unserer Musik und als Persönlichkeiten ernst genommen wurden. 

Jochem Schumann (+1999), Essener Presse-Urgestein, der mit uns und wir mit ihm viel Spaß hatten, egal ob privat oder bei der WAZ oder seinen Talkshows

Sternchen Sternheimer, der uns in der Viehofer von früh bis spät mit Eric Burden samt den Animals bombardierte

F.J.S., der uns alle zur damals größten Demonstration zusammenführte und wo wir Pferdeäpfel werfen lernten

Mani Terzok, der mir in der Apostelkirche 2017 quasi zu Kreuze kroch und mir dort  beichtete, mein geliebtes Motorrad (Zündap 200 mit Tankschaltung) seinerzeit am PODIUM "ausgeliehen" zu haben - wo es jetzt ist, weiß er auch nicht

Rollie Trenkler, Gitarrist von Gottes Gnaden

Thedor "Riesenglied" Einei, der sich ununterbrochen die Finger rieb

Mundharmonika-Walter: Stadtstreicher und Philosoph

Charly Weißschädel, Bassist, der als Roady mitfuhr, Wasser planschte bei den Flipper-Aufnahmen und der von Wonderland beinahe abgeworben wurde, weil er mehr technisches Verständnis hatte als alle deren Roadies zusammen

Manni Winkler, Mit-Wirt im Podium, Kumpel, Taxifahrer

Renée ("Dampf in allen Gassen") Zucker: Feger, Fan, Freund(in),– machte bei W&W mit und dann ihren Weg in Presse, Funk, Fernsehen und Literatur


Externe Mitwirkende
die irgendwo den Weg von W&W kreuzten

Der Bauer aus Kettwig, der uns sein Pferd für Filmaufnahmen für den "TEHOMA"-Film lieh, das uns dann ausbüchste und erst nach 4 Stunden eingefangen werden konnte (den Gaul hab ich auf´m Film - mit Bernhard drauf)

Bernhards Mutter, die so ein tolles Gummiboot hatte

Julian Cope, engl. Autor, meines Wissens der ERSTE, der sich 1995 daran machte, die sogenannte "Krautrock"-Zeit aufzuarbeiten. Zitat über "Orienta" von W&W: "eines der allerschönsten kosmischen Stücke, die je eingespielt wurden" 

Karl Dall: "Wer ist Wicküler und Mostricht?"

Dieter Dierks, der Tonmeister mit den goldenen Händen und dem Gespür für die technische Umsetzung von musikalischen Ideen

Jürgen Dollase, Chef der Gruppe Wallenstein, bei dem zuhause ich 68 erstmals die Sesamstrasse sah und das Krümelmonster lieben lernte, mit dem wir auf Tournee gingen und der jetzt seine Kiepe als Restauranttester vergrößert

Sergius Golowin, der uns die Märchen der Gebrüder Grimm neu erleben ließ

Harald Großkopf, der beste Percussionist und Trommler weit & breit - trommelte für uns bei der Bauer Plath-Produktion...

Didi Hallervorden, der die Plakate für unser Gastspiel bei den Wühlmäusen in der Garderobe versteckt hatte und sich wunderte, dass wir vor leerem Saal spielten

Hellmut Hattler, Super-Bassist - war zwar keine Ohr-Musiker, aber wir lernten uns bei Festivals kennen und hielten über Jahre Kontakt.

Rolf Ulrich Kaiser, der uns unseren 1. Plattenvertrag just in dem Moment zuschickte, als wir gerade die TeHoMa (Tebeutelhochhebmaschine) erfunden hatten, und ohne den wir weithin unbekannt geblieben wären

Frank Laufenberg, Musikfachmann bei SWF3, der dafür sorgte, dass die W&W-Songs in den Hitparaden-Listen auftauchten

Gille Lettmann, RUKs Muse, die sich Sternenmädchen nannte, die so schönen Kaiser´s Kaffee kochen konnte und uns in abscheuliche Pailletten-Kostüme stecken wollte

• Peter Meisel, Musikverleger aus Berlin, mit dem R.U.K. das OHR-Label gründete, der nicht genau wusste, was da dann eigentlich passierte und immer wollte, dass W&W die Schnulze "Okie from the Skokie" auf deutsch singen sollten mit der Kernaussage: "bei uns ist die Welt noch in Ordnung!"

• Bernhard und Christel Mikulski, die Macher von ZYX, die unsere Musik vor dem Vergessen bewahrten, in dem sie die Produktionen (zunächst ohne Genehmigung der Produzenten und Verleger) einfach neu veröffentlichten.

Bauer Plath – Hunsrücker Urgestein, der Vermieter des Bauernhauses in Dill, wo W&W ihr letztes gemeinsames Jahr verbrachten und seine "Mädels", ohne die wir wohl mehrmals verhungert wären und der mich Jahrzehnte später anlässlich meiner 1. Bilderausstellung 1989 mit seinem Besuch adelte

Die VOPOS, die uns bei jeder Fahrt nach Berlin das Auto und unsere Instrumentenkisten total auseinander nahmen, um uns dann beim Einräumen zuzuschauen und mit guten Tips bis zur Weißglut reizten

Walter Wegmüller, der uns viel über den Fliegenpilz erzählte und uns in den Geheimkult des TAROT-Spiels einweihte


Sollte jemand diese Auflistung lesen und sich übergangen fühlen, den bitte ich um Absolution. Ein Anruf, eine email, ein Fax, ein Brief oder Telegramm: also eine Nachricht an mich (das ist keine Bitte, das ist ein Befehl), und beim nächsten Update ist das Versäumnis behoben! .

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 © 2000 by Walter Westrupp - letzte Aktualisierung 09.01.2018